Mobileboom und Out of Home-Plus in Deutschland

Werbe-Halbjahresbilanz von Nielsen sieht klare Sieger

Der Werbemarkt hat im ersten Halbjahr in einigen Gattungen deutlich an Fahrt aufgenommen. Das geht aus den jetzt veröffentlichen Zahlen von Nielsen Media Research zu den Bruttoerlösen hervor.

So liegen die deutschen Bruttowerbeaufwendungen mit insgesamt rund 13,4 Milliarden Euro in den klassischen Medien um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die Details: Mobile Kampagnen scheinen klassische Onlinewerbung immer mehr zu ersetzen. Zumal der Werbedruck bei der Reklame für Portables bis Ende Juni fast Drittel über Vorjahr liegt – und der Bruttoumsatz für Web-Werbung dagegen ein kleines Minus trägt. Die Werbewirtschaft springt also doch auf den Hype auf, gibt bis Ende Juni brutto gut 120 Millionen Euro für Reklame auf Smartphones oder Tablets aus und lässt das noch junge Segment klar wachsen - freilich auf immer noch niedrigem Niveau, irgendwo zwischen den Gattungen Kino und Fachzeitschriften. Wobei letztere in der Nielsen-Bilanz fürs erste Halbjahr ein kleines Plus tragen.

Den größten absoluten Zuwachs an Bruttowerbegeld fährt laut Nielsen einmal mehr das Fernsehen ein – mit rund 6,2 Milliarden Euro, die bis Ende Juni erlöst worden sind. Macht rund 220 Millionen Euro mehr an Bruttoumsatz zwischen Januar und Juni. Auch wenn derlei Zahlen für den Erfolg der Gattung sprechen: Vor einem Jahr konnte die TV-Branche noch ein Plus von 475 Millionen Euro beklatschen. Die Fußball-WM prägte damals eben doch die Werbegeschäfte von ARD und ZDF.

Weiterhin sehr gut im Rennen liegt bis Ende Juni Out-of-Home – der Digitalisierung der Außenmedien sei Dank. Der Boom des Vorjahres setzt sich ergo fort. Sehr schwer tun sich dagegen weiterhin die Publikumszeitschriften, seit einigen Monaten auch das Radio und erneut die Zeitungen. Bei diesen Gattungen weist Nielsen Media Research erneut Minuszeichen aus.

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