Out of Home als Leitsystem

Digital Signage in der Mall of Berlin

Mit 270 Shops und einer Einkaufsfläche von 76.000 m² hat im Herbst 2014 eine neue Shopping Mall direkt im Herzen Berlins eröffnet. Die LP 12 Mall of Berlin am Leipziger Platz setzt auf Digital Signage und digitales Wayfinding.

Betrieben wird die Mall von High Gain House Investments GmbH (HGHI), die auf die Verwaltung und Betreuung gewerblicher Großimmobilien spezialisiert ist. Mit der neuen Shopping Mall hat man das Portfolio an Einkaufszentren vergrößert. Als Standort wurde der Leipziger Platz 12 gewählt – und damit ein Sahnetorten-Grundstück im unmittelbaren Herzen Berlins, nahe des Potsdamer Platzes gelegen. Seit dem Spatenstich Anfang 2011 waren 3.000 Mitarbeiter im Einsatz, um vom Projektbeginn bis zur Eröffnung alles startklar zu machen. Allein für den Aushub wurden hunderttausende Tonnen Masse bewegt – auf Lkw verladen könnte man so die 560 km lange Strecke von Berlin nach München damit pflastern.

Die neu eröffnete Mall of Berlin positioniert sich als Premium Mall, deren Einzelhandelsflächen sich auf insgesamt vier Etagen verteilen: 1. UG, Erdgeschoss sowie 1. OG und 2. OG. Als Mieter haben sich neben internationalen Marken wie Armani Jeans, Karl Lagerfeld und Hugo Boss auch national bedeutende Brands für die Mall entschieden. So ist der FC Bayern München neben Peek & Cloppenburg oder C&A unter den Retail-Mietern. Klassische Lebensmitteleinzelhändler wie Kaiser’s oder Drogerien wie dm sowie kleinere Shops und Gastronomien runden das Angebot ab.

Beim Digital Signage und beim digitalen Wayfining setzt man auf 46 Displays von Samsung. Bei den Stelen hat man sich für die vertikale Orientierung im Portrait Modus entschieden, die von den Kunden sehr gut wahrgenommen werden kann. Die Totems sind passend zur Laufrichtung aufgestellt. Jede Stele verfügt auf der Vorderseite über einen 65″ – hinterseitig ein 55″ Touch-Display. Sie zeigen unterschiedlichen Content: DooH auf dem großen Screen, auf der Rückseite Wayfinding.

Content: Unterschied zu anderen Shopping Malls
Bei den Inhalten geht man in der Mall of Berlin einen eigenen Weg: Während die Touch-Displays fürs Wayfinding gedacht sind, wird auf den 65-Zöllern zu 100% Werbung ausgespielt. Damit unterschiedet man sich von anderen Shopping Malls, die zusätzlich zum werblichen auch redaktionellen Content beimischen. Die Digital-out-of-Home-Komponente wird sowohl von Mietern wie von Marken genutzt, die bei Mietern erhältlich sind.

Die DooH-Vermarktung hat Silverflow Media übernommen. Erste Werbekunden sind beispielsweise P&C, JD Sports, Mexx oder Acer. Die Computermarke macht so auf den ebenfalls in der Mall befindlichen Saturn aufmerksam, bei dem ihre Geräte gekauft werden können.

“Die Werbekunden verstehen den Touchpoint Shopping Mall inzwischen als wichtige Möglichkeit, Endkunden zu aktivieren”, sagt Winfried Karst von Silverflow Media im invidis-Interview. Anhand der Buchungen für die nahe Zukunft sieht man, wie groß der Bedarf an geeigneten DooH-Werbeflächen inzwischen ist. Für Anfang März 2015 – Termin der kommenden Tourismusbörse ITB 2015 – hat jetzt schon ein großer nationaler Fremdenverkehrsverband ein Branding über die gesamte Mall gebucht. “Künftig wollen wir weitere Malls ins Portfolio aufnehmen”, so der Silverflow Media-Geschäfstführer weiter.

Quelle: Invidis

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