Neue Defibrillatoren für Wien

Schottengasse und Landstraßer Hauptstraße nun auch mit Defis ausgestattet

Die Gewista errichtet in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und "Puls - Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes" an zwölf stark frequentierten Standorten im ersten, dritten, vierten, sechsten und siebenten Bezirk Vitrinen, in denen Defibrillatoren für den öffentlichen Gebrauch angebracht sind. Nach der Installation der ersten Defis-Vitrinen auf der Freyung im Dezember 2014 werden nun zwei weitere dieser Leben rettenden Geräte in Betrieb genommen - einer in der Inneren Stadt, der andere in Wien-Landstraße.

Die in den Vitrinen angebrachten Defibrillatoren können im Notfall entnommen werden, ähnlich wie ein Feuerlöscher. Es wird eine automatische GPS-Verortung durchgeführt, sowie eine sofortige automatische Telefonverbindung mit der Notrufzentrale der Wiener Berufsrettung hergestellt.

Der sich neben dem Defibrillator befindliche Touchscreen im 32 Zoll Format, auf dem Infos zur Defi-Handhabung gezeigt werden, wechselt, wenn man ihn antippt, zu einem digitalen Stadtplan - die Inhalte stammen von Susi.at- "Die Info für Stadt & Region", der als Wegweiser und Infopoint zu allen relevanten Hotspots des jeweiligen Standortumfeldes für alle Passanten kostenfrei nutzbar ist. Die Rückseite der Säule ist mit einem 72 Zoll HD- Screen versehen, über welchen Werbebotschaften transportiert werden.

Die neuen Defi-Vitrinen wurde In der Schottengasse vor Hausnummer 4 und auf der Landstraßer Hauptstraße vor Nummer 27 errichtet und im Beisein des Initiators des Projekts, Landtagspräsident und Präsident des Vereins Puls Prof. Harry Kopietz, und Gewista CEO KR Karl Javurek in Betrieb genommen.

2015 werden noch sieben Vitrinen errichtet, weitere drei folgen bis Jahresende 2016. "Ich hoffe, dass auch andere Bezirke in Wien an dieser öffentlichen Dienstleistung interessiert sein werden und ich denke, dass im Endausbau zwischen 50 und 70 öffentliche Defibrillatoren in Wien aufgestellt werden können", sagt Landtagspräsident Kopietz. Nach Errichtung der ersten zehn Standorte wird die Gewista eine massive Rolling Board Kampagne zum Thema Laiendefibrillation durchführen. Das Projekt wird von der MedUni Wien wissenschaftlich begleitet.

In den Gewista-Vitrinen wird ein Laiendefibrillator von Philips eingebaut. Dieser ist durch seine automatische Analyse vollkommen sicher und leitet den Ersthelfer mittels Sprachanweisungen durch die Notsituation. Somit kann auch ein medizinischer Laie zum Lebensretter werden. Bei der Gewista wird der Defibrillator zudem durch ein neues System unterstützt: "SmartLink". Dieses überprüft regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Defibrillators und stellt somit seine Einsatzbereitschaft sicher.  Bei Entnahme des Defibrillators leitet SmartLink darüber hinaus über das Handynetz einen Alarm und eine Freisprechverbindung zur Wiener Rettung ein. Diese erkennt, dass es sich um eine Defibrillatornutzung handelt und kann dem Ersthelfer wichtige Anweisungen zur ersten Hilfe geben bis der alarmierte Rettungsdienst eintrifft.

Die ersten 12 Defi-Standorte
1010 Wien | Schottengasse 4 (in Betrieb)
1030 Wien | Landstraßer Hauptstraße 27 (in Betrieb) 1010 Wien | Fleischmarkt/ Rotenturmstraße
1010 Wien | Universitätsring 1
1010 Wien | Reitschulgasse 1/ Habsburgergasse
1010 Wien | Am Hof 3
1060 Wien | Mariahilfer Straße 71a/ Bundesländerplatz 1060 Wien | Mariahilfer Straße 119/ Stumpergasse 64 1070 Wien | Mariahilfer Straße 2/ Platz der Menschenrechte 1010 Wien | Wollzeile 39
1010 Wien | Freyung 2 (Neuerrichtung, Prototyp seit Dezember 2014 in Betrieb)
1040 Wien | Karlsplatz bei Resselpark

 

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