Bewegtbild erobert mobile Screens

2015: IAB-Studie „Mobile Video Usage: A Global Perspective“

Auf Smartphones werden regelmäßig nicht nur kurze, sondern auch lange Videoformate konsumiert - das besagt die IAB-Studie, an der sich auch das Internet Advertising Bureau Österreich neben weltweit 23 weiteren IABs beteiligte.

36% aller Respondenten sehen zumindest täglich Videos, die länger als fünf Minuten sind. Kurzer Bewegtbildcontent kommt sogar auf 58% tägliche Nutzung am Smartphone. Ganze Filme oder Serien werden am stärksten in China auf mobilen Endgeräten gesehen.

Egal ob kurze oder lange Formate: die Nutzung von mobile Video ist gegenüber dem Vorjahr um 35% gestiegen - am prominentesten in den USA (50% Zuwachs) gefolgt von Kanada, Neu Seeland, Süd Afrika und Großbritannien mit jeweils 42% bzw. 40% Zuwachs. Dieser Trend beeinflusst auch den traditionellen Fernsehkonsum vor allem in China und Singapur, wo 37% bzw. 35% der Befragten angeben, weniger traditionelles TV zu nutzen.

Wenn mobiles Videopublikum jedoch TV konsumiert, dann läuft bei 22% regelmäßig parallel auch Bewegtbild auf ihrem Mobiletelefon. Dieses Nutzungsmuster zeigt sich über alle untersuchten Märkte mit Japan als der einzigen Ausnahme.

Gratisvideocontent über Apps
Apps spielen in Summe eine bedeutendere Rolle im mobilen Videokonsum als mobile Websites. Knapp die Hälfte (48%) aller Märkte streamt fast ausschließlich über Apps. Allen voran Großbritannien (63%), Brasilien (60%) und die Türkei (58%).

Werbefinanzierter Gratiscontent erwünscht
Die höchste Bezahlbereitschaft und damit das größte Potenzial für Monetarisierung von mobilem Video via Subskriptionsmodelle gibt es in China (33%). Bereits deutlich abgeschlagen folgen die Märkte U.K. (25%), Kanada (23%), USA (23%) und Australien (21%). In Österreich sind es nur 18%, die sich bezahlte, werbefreie mobile Videos wünschen. Das Gros des Publikums weltweit (78%) präferiert allerdings werbefinanzierten Gratiscontent, wobei Werbung in mobilen Videos maßgeschneidert sein soll. Die Werbebotschaft sollte möglichst zum ausgespielten Videocontent passen (28% Zustimmung). In Österreich ist der Wunsch nach soziodemographisch getargeteter Werbung mit 23% im Vergleich zum Gesamtschnitt von 17% zudem überdurchschnittlich hoch.

Finden und teilen
Video Content Provider selbst sind die wichtigste Quelle für das Finden von mobilem Video - allen voran Youtube mit 62%. Die Videoplattformen von TV-Stationen liegen dabei weit abgeschlagen bei nur 13%. Ein wichtiger Fundort von mobilem Video sind auch Social Media Plattformen. In Österreich mit 41% sogar noch mehr als weltweit gesehen (33%). Über Werbung werden immerhin 14% des mobilen Videopublikums gewonnen.

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