Sei kein Schweindl!

Sauberkeitskampagne 2017 der MA48

"Sei kein Schweindl" - mit dieser Aufforderung sorgt die Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) für Aufmerksamkeit und startet ihre Sauberkeitskampagne 2017. Im Gegensatz zu Schweinen, die als sehr reinliche Tiere gelten, gibt es unter Menschen immer wieder "Schweindln", die sich nicht an die Sauberkeitsspielregeln halten. Diesen ist die heurige Sauberkeitsoffensive gewidmet, die regelmäßig mit Augenzwinkern die Einhaltung der Spielregeln einmahnt.

Im Zentrum der Sauberkeitskampagne 2017 stehen Hundekot, Tschick und Verschmutzungen jeder Art. Die WasteWatcher ahnden alle Sauberkeitsverfehlungen. „Wir ahnden Sauberkeitsverfehlungen seit neun Jahren. Erfreulicherweise hält sich der Großteil der Wienerinnen und Wiener längst an die Spielregeln“, bedankt sich Sima. Jene wenigen „schwarzen Schafe“, die das nicht tun, müssen mit Strafen rechnen.

Zusätzlich wird mit der Kampagne auch auf die Erhöhung der Organstrafen hingewiesen: Mit 3. März 2017 wurde die Novelle des Wiener Reinhaltegesetz im Wiener Landtag beschlossen, wobei es in einigen Bereichen zu Anpassungen und Erweiterungen kam: Künftig können die WasteWatcher für ein Organmandat statt bisher 36 Euro nun mindestens 50 Euro verlangen, wobei der Strafrahmen gemäß Verwaltungsstrafgesetz bei Organmandaten bis zu 90 Euro betragen kann. Im Falle einer Anzeige drohen wie bisher bis zu 2.000 Euro Strafe. Das Ziel sind nicht maximale Strafen, sondern maximale Sauberkeit. Konkret werden nach der Novelle nun auch Wasserflächen, wie Alte und Neue Donau, Teiche oder Brunnen ins Gesetz aufgenommen. Wer also künftig Mist in Wiens Gewässer wirft, kann gestraft werden. Erfasst vom Gesetz wird nun auch explizit das sogenannte "Stadtmobiliar", wie Bänke und andere Sitzgelegenheiten, Litfasssäulen, Hydranten, Spielgeräte und Poller. Bisher waren im Reinhaltegesetz nur Grünflächen und öffentliche Flächen wie Straßen definiert.

Hundekot – 100.000 Sackerl am Tag!
Lange Zeit Top-Thema, hat sie die Problematik des Hundekots in den letzten Jahren dramatisch verbessert. Rund 100.000 mit „eindeutigem Inhalt“ gefüllte Hundekotsackerl finden sich täglich in Wiens öffentlichen Mistkübeln und Restmüllbehältern auf den privaten Liegenschaften. Die Zahlen, aber auch Umfragen und das subjektive Empfinden bestätigen: Die HundehalterInnen nehmen das Angebot der Gratis-Sackerl fürs Gackerl an. Bei 55.600 gemeldeten Hunden in der Millionenstadt ist dies eine echte Erfolgsgeschichte. Jährlich landen rund 36 Mio. Sackerl mit Hundekot in Wiens öffentlichen Mistkübeln und Restmüllbehältern, es gibt mittlerweile 3.453 Hundekotsackerlspender mit Gratis-Sackerl fürs Gackerl in den Bezirken.

Tschickstummel – 100 Mio. pro Jahr
Dank der Sauberkeitsoffensiven werden pro Jahr rund 100 Mio. Tschickstummel in den dafür vorgesehenen Papierkörben mit Aschenrohren und den freistehenden Aschenrohren der MA 48 gesammelt. Es gibt über 19.000 Papierkörbe mit Aschenrohren und rund 1.200 freistehende Aschenrohre der MA 48 im öffentlichen Raum, in die man die Zigarettenstummel bequem und legal entsorgen kann – und die RaucherInnen nehmen das Angebot verstärkt an. Hinzu kommen noch Hunderte Aschenrohre in den Wiener Parks oder Aschenbecher an öffentlichen oder auch privaten Einrichtungen, die auch von RaucherInnen in Anspruch genommen werden.

WasteWatcher und Wiener Reinhaltegesetz als Erfolgsmodell
Die Stadt Wien baute in den letzten Jahren das Sauberkeitsangebot stetig aus und kontrolliert die Sauberkeitsspielregeln konsequent. Seit neun Jahren sind die WasteWatcher im Einsatz und erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Sie haben bislang rund 55.000 Amtshandlungen in Sachen Sauberkeit getätigt. Insgesamt sind 50 hauptberufliche WasteWatcher im Einsatz, rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MA 48 und bei den Wiener Stadtgärten (MA 42) üben ihre Kontrolltätigkeit im Rahmen ihrer anderen Aufgaben aus. Sie sind sowohl in Zweier-Teams als auch alleine zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs sowohl in zivil als auch mit Gilets mit der Aufschrift WasteWatcher

Das Serviceangebot im Überblick
Neben Bewusstseins- und Informationskampagnen sowie Mitmachaktionen wie der Putzaktion "Wien räumt auf. Mach mit!" hat die Stadt Wien das Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Müll in den letzten Jahren ständig ausgebaut.

  • Über 3.450 Hundekotsackerlspender mit "Gratis Sackerl fürs Gackerl"
  • Über 24.000 öffentliche Papierkörbe, von der MA 42 und der MA 48 in den Parks und auf den Gehsteigen, davon über 19.000 mit Aschenbechern
  • Zusätzlich circa 1.200 freistehende Aschenrohre bei anderen hochfrequentierten Plätzen wie bei U-Bahnen oder vor Theatern sowie etliche Aschenrohre in den Parks der MA 42
  • Die Wiener Mistplätze zur kostenlosen Abgabe von Sperrmüll, Elektrogeräten und Sonstigem
  • Über 430.000 Restmüll- und Altstoffbehältern zur Mülltrennung
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