Nachhaltigkeit, Kritik und Faszination

Gewista und KUNST HAUS WIEN luden zur exklusiven Edward-Burtynsky-Preview

Am Dienstag, dem 21.03.2017, lud das KUNST HAUS WIEN gemeinsam mit der Gewista zur exklusiven Edward Burtynsky-Preview. Anlass war eine erste große Ausstellung des weltberühmten kanadischen Fotografen Edward Burtynsky in Österreich, die einen umfangreichen Einblick in Burtynsky´s Kunstfotografien gewährt. Kunden der Gewista und Freunde des KUNST HAUS WIEN konnten, in Anwesenheit des Künstlers, bereits einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung einen Blick auf die Werke des Kanadiers werfen.

Edward Burtynsky (*1955) wurde mit atemberaubenden großformatigen Fotografien, die durch Menschenhand veränderte Landschaften, Industriegelände oder Ballungszentren dokumentieren, weltberühmt. Das KUNST HAUS WIEN widmet dem Künstler, der seine Begabung seit über 30 Jahren in den „Dienst der Kultur der Nachhaltigkeit“ stellt, nun eine erste umfassende Einzelausstellung in Österreich. Sie präsentiert Burtynskys aktuellen Werkzyklus zu einem Thema von globaler Relevanz: Wasser als wertvolle Ressource, als täglich notwendiges Element für unseren Körper und unseren Planeten und als Urquell des Lebens schlechthin.

Für seine Werkserie Wasser durchquerte Burtynsky fünf Kontinente, um ökologische Extremsituationen im Zusammenhang mit Wasservorkommen, deren Nutzung und Verteilung, sowie die Verschwendung von Wasser zu erkunden und festzuhalten. Er wählte Orte, an denen das ökologische Gleichgewicht durch menschliche Eingriffe zerstört wurde und zeigt auf, welche Gefahren in der fortwährenden Ausbeutung von Wasserressourcen liegen. So handeln seine Fotos beispielsweise von Flüssen wie dem Colorado oder dem Sacramento River, deren inzwischen ausgetrocknete Mündungen fantastische Spuren in der Landschaft hinterlassen und ein Spiel von Farben und Linien gleich abstrakter Bilder produzieren. Die meist aufwändig aus der Vogelperspektive fotografierten Aufnahmen erzählen auch von den Folgen des Nickelabbaus: Das  Wasser der Flüsse ist verführerisch rot gefärbt, der ölgetränkte Sand schillert bunt, verdorrte Bäume verweisen auf das angereicherte Uran. Die Fotografien sind dank ihrer visuellen Abstraktion im Zusammenspiel mit perfekten Bildkompositionen von einer eigenartigen Ästhetik geprägt, die sie im Widerspruch zu den monumental-brutalen Bildinhalten poetisch verklärt erscheinen lässt.

„Was wir der Zukunft geben, sind die Entscheidungen, die wir heute treffen.“ - Edward Burtynsky

Daniela Grill, Director for Arts & Culture/Gewista zur Ausstellung und Zusammenarbeit mit dem KUNST HAUS WIEN: „Die Gewista und das KUNST HAUS WIEN verbindet eine langjährige und sehr gute Zusammenarbeit. Wir sind immer wieder stolz als Partner und Förderer, die hier gezeigte Kunst und Kultur unterstützen zu dürfen. Mit der umfassenden Präsentation der Werke Burtynskys sowie des begleitenden Diskurs- und Rahmenprogramms zu der Ausstellung - die Exkurse in naturwissenschaftliche und ökonomische Fragestellungen in Zusammenhang mit dem Thema „Ressource Wasser“ bietet, - unterstreicht das KUNST HAUS WIEN einmal mehr seine Bedeutung als eines der wichtigsten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Fotografie."

„Burtynskys Fotografien, wunderschön wie eindringlich, schaffen ein fesselndes globales Porträt, das die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Beziehung des Menschen mit der Natur illustriert. Ich empfinde BurtynkysWerk als beispielgebend wie sich Kunst für die Natur auf unserem Planeten einsetzen kann – in diesem Fall tragen die Bilder auf unaufdringliche Weise zum Bewusstsein im Umgang mit Wasser bei. Ich freue mich, dass wir im KUNST HAUS WIEN mit dieser Ausstellung einen Beitrag für die Natur leisten dürfen und die Herausforderung annehmen, mit allen kreativen und kritischen Menschen der Gesellschaft ihrer massiven Zerstörung entgegen zu wirken. Mein Dank gilt unseren Partnern in diesem Vorhaben, besonders unserem Partner Gewista, einem Unternehmen, dassich verlässlich für Kunst und Kultur einsetzt.“ sagt Direktorin Bettina Leidl bei der Preview.

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