Salzburger Kulturplakatpreis 2013

Sommerszene – eine Marke. Ein Preis. Genial. Sommerszene gewinnt den Kulturplakatpreis 2013 der Progress, der Stadt und des Landes Salzburg und des ORF.
Platz 2 für den „Zweigherbst“, den Platz 3 teilen sich das Salzburg Museum und das Literaturhaus.
Preis für das beste Großformat geht an Museum der Moderne und Alex Katz.

"Ein Plakat reduziert auf wenige Akzente. Auffallend. Und unverwechselbar zuzuordnen. Kompliment an die Sommerszene und die kreative Leistung", so Prof. Siegbert Stronegger, Vorsitzender der Jury des Salzburger Kulturplakatpreises, der mittlerweile eine "kreativitätsfördernde Institution der besonderen Art" ist.

Der Kulturplakatpreis ist nicht nur ein Geldpreis, sondern auch eine Einladung zur kreativen Öffentlichkeitsarbeit: „Der Sieger erhält 3.000 Euro und eine kostenlose Affiche für 300 Flächen, der Zweite 2.000 Euro und 200 Freiflächen, der Dritte 1.000 Euro und 100 Gratisflächen. Damit wird eine Einladung für weitere kreative Kampagnen ausgesprochen“, so Fred Kendlbacher, Geschäftsführer der Progress und Mitinitiator des Preises.

Sonderformat: Katz
Wie schon 2012 wurde auch für 2013 wieder eine Auszeichnung für Großformate vergeben – an das Museum der Moderne, das mit einer sensationellen Alex Katz-Ausstellung auch die Brücke zwischen Kunst und Kommerz herstellte. Schließlich war der großartige Zeichner Alex Katz auch selbst bisweilen für die Werbung tätig.

Vor den Vorhang: Sommerszene Salzburg
Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn gratuliert der Sommerszene: "Dieser Preis ist verdient. Das Plakat fällt auf. Es ist kreativ. Wie könnte die Zeitspanne eines Festivals besser umgesetzt werden? Es ist von der Farbe her aggressiv, und trotzdem verschmitzt. Es ist professionell, aber keine Spur aalglatt. Dieses Plakat ist wie ein gelungenes Festival."

Der "Zweigherbst" – der zweite Preis
Eine Hommage an den großen Schriftsteller Stefan Zweig, der viele Jahre in Salzburg verbrachte, bevor er ins Exil musste. Die Umsetzung ist holzschnittartig expressiv. "Carola Wilkens hat den Blick in das Zentrum gestellt. Das Plakat lebt von seiner künstlerischen Anmutung und dem herausragenden illustrativen Stil", lobte die Jury, "Ein Sujet, das die Blicke und Gefühle des Betrachters einfängt und sich nachhaltig im Bewusstsein verankert."

"Plakat ist Öffentlichkeit und Diskurs. Es ist Irritation im öffentlichen Raum. Und deshalb als Kulturbotschafter unendlich wichtig", kommentiert die Kultur Kulturabteilungsvorständin der Stadt Salzburg Mag. Ingrid Tröger-Gordon. "Für mich ist diese Dialogkultur unendlich wichtig. Es freut uns, dass die Progress Werbung eine urbane Out of Home-Landschaft entwickelt, die der Werbung dient und gleichzeitig Kultur vermittelt und darüber hinaus Bürgernutzen schafft. Das ist eine sinnhafte Kooperation."

Die dritten Preise
Farben und Volumen – Reduktion des Skulpturellen
Peng – Inszenierung der Spannung
Gleich zwei dritte Preise wurden vergeben. Für die ungemein reduziert-expressive Ausstellung von Werken von Lotte Ranft im Salzburg Museum und das "knallige Krimi-Fest" mit der plakativen Umsetzung: "peng! – Blut und Schreibmaschinschrift. Das spricht für sich", so die Jury.

Beide Sujets zeigen nahezu mustergültig auf, wie Plakatsprache und Inhalt ineinander fließen. "Es braucht kaum Worte der Erklärung", so ORF Landesdirektor Roland Brunhofer, in dessen Sendezentrum die Plakate auch ausgestellt wurden.

Progress – Kultur als Vehikel
Für die Progress ist Kulturförderung und kulturelles Engagement Teil der Unternehmenskultur. „Wir sind ein Unternehmen des öffentlichen Raumes und im öffentlichen Raum. Damit stehen wir für den Diskurs und den Dialog. Kunst ist Teil der öffentlichen Auseinandersetzung. Und gleichzeitig ist Plakat, ist Out of Home Vermittler, Mobilisator und Signalgeber für die Kunstvermittler und Institutionen selbst“, resümieren Fred Kendlbacher und Dominik Sobota, stellvertretend für das gesamte Team der Progress.

Klar ist: den Kulturplakatpreis wir es auch im kommenden Jahr geben. Und die Salzburger Kulturszene, die „erstaunlich engagiert mittut“, ist auch 2014 wieder eingeladen.

 

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