Das SMS als öffentliche Anklage

Erfolgreiche Plakataktion gegen SMS-Schreiben im Auto. Impact und Witz.

Der Grafikdesigner Brian Singer hat Autofahrer beim SMS-schreiben entlang des Freeway 101 fotografiert und auf einer Webseite veröffentlicht. Zuletzt hat Singer die Fotos auf Plakaten über die Stadt verteilt affichieren lassen und die Aktion aus eigener Tasche finanziert.

Seinen Angaben zufolge ist die Zahl der textenden Autofahrer sehr hoch. "Für jeden Nasenbohrer gibt es 20 Texter", erklärt er. Zugleich glaubt er nicht, dass diese Fotos einen Eingriff in die Privatsphäre darstellen. "Alles, was ich mache, ist Fotos im öffentlichen Raum schießen", führt er aus.

Singer versuchte eine Straßensicherheitsgruppe für die Finanzierung des Projekts zu gewinnen, aber der Versuch schlug fehl. Derzeit finanziert er die affichierten 11 Plakatwände allein. Er hofft mit dieser Aktion die Menschen zur Einsicht zu bringen, während der Fahrt keine Texte mehr zu schreiben und eventuell auch andere Leute zu animieren, Fotos zu schießen: "Das könnte einen dramatischen Effekt auf das Benehmen der Leute haben."

 

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